08.07.2015

Europäischer Dorferneuerungspreis 2016 unter dem Motto „offen sein“ ausgelobt!

Bereits zum 14. Mal seit 1990 hat die Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung einen Wettbewerb um den Europäischen Dorferneuerungspreis ausgelobt. Er ist geleitet von der Intention, besonders herausragende und beispielhafte Entwicklungs- und Erneuerungsprozesse in ländlichen Gemeinwesen „vor den Vorhang“ zu bitten und – unter Berücksichtigung des ökonomischen und kulturellen Kontextes – zu prämieren. Vorrangiges Kriterium ist, dass die gesetzten Maßnahmen gemäß dem „Leitbild der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung für eine nachhaltige Entwicklung europäischer Dörfer und Landgemeinden“ zu einer Stärkung der Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume und zu einer Hebung der Lebensqualität der DorfbewohnerInnen beitragen.

 

Der Wettbewerb forciert daher ganz besonders jene Dörfer, ländlichen Gemeinden und kommunalen Allianzen in Europa, die sich in Bottom-up-Prozessen den aktuellen Herausforderungen ihres Lebensraumes mit angepassten, innovativen und visionären sowie auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Projekten gestellt und damit eine zeitgemäße und zukunftsorientierte Entwicklung in Gang gebracht haben. Darüber hinaus dürfen jenen Orten besondere Chancen eingeräumt werden, die sich nicht als abgeschlossene „Inseln“ betrachten, sondern die sich als Teil ihrer Region, ihres Landes, Europas, ja der Welt erkennen. Dazu gehört auch die Bereitschaft, im Rahmen ihrer Möglichkeiten Verantwortung für die Bewältigung von großen Herausforderungen und für die Lösung von Problemen zu übernehmen, von denen die gesamte Menschheit betroffen ist.

 

Das Wettbewerbsmotto "offen sein" trägt der Tatsache Rechnung, dass sich eingefahrene Wege in einer sich nahezu täglich verändernden Welt nicht selten als Einbahnstraßen oder gar Sackgassen erweisen. Es soll daher ein Signal dafür sein, Scheuklappen abzulegen und einen offenen Blick für das Neue, das Unbekannte und das Ungewöhnliche zu gewinnen. Dabei geht es gleichermaßen um die Offenheit für innovative Ideen, Strategien und Perspektiven wie auch um die Offenheit für Menschen mit „anderen“ Lebenskonzepten, Religionen, Nationalitäten und gesellschaftlichen Backgrounds. Es gilt zu erkennen, dass menschliche Vielfalt keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung darstellt. Nicht zuletzt will das Wettbewerbsmotto jene ländlichen Gemeinwesen ansprechen, die offen sind für Kooperationen, die die Grenzen zu ihren Nachbarn als Übergänge ansehen und sich mit diesen zu interkommunalen und regionalen Allianzen und Verbänden zusammengeschossen haben.

 

Bewertet wird, wie das teilnehmende Gemeinwesen auf die am Beginn des Entwicklungsprozesses festgestellten Stärken und Schwächen sowie internen und externen Gefahren und Chancen reagiert hat. Dabei geht es in gleicher Weise um konkreten Maßnahmen und Projekte, um die gewählten Methoden sowie um die Strategien.

 

Zur Teilnahme zugelassen ist nur ein Gemeinwesen pro Land/Bundesland, das von der zuständigen Behörde oder, nachrangig, von einer einschlägig tätigen NGO genannt wird. Einsendeschluss für die Bewerbungsunterlagen ist der 5. Februar 2016, die Preisverleihung erfolgt im Herbst 2016 in Tihany, Ungarn, das den Europäischen Dorferneuerungspreis 2014 gewinnen konnte.

 

Nähere Informationen zu Teilnahmebedingungen, Beurteilungskriterien, Zeitplan, Vergabemodalitäten etc. entnehmen Sie bitte den Kriterien in der Anlage.

 

 

Kriterien

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