27.05.2010

Dorferneuerung und Regionalentwicklung

Die Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung war Mitveranstalterin eines Seminars, das Mitte Juni 2010 im polnisch/tschechischen Grenzgebiet, und zwar in Javornik / Jauering (Tschechische Republik) und Otmuchów / Ottmachau (Oppelner Woiwodschaft, Polen) stattfand. 30 TeilnehmerInnen aus mehreren polnischen Woiwodschaften sowie aus Tschechien, Deutschland und Österreich erläuterten dabei die Thematik, wie regionale Entwicklungsstrategien und kommunale bzw. lokale Initiativen und Entwicklungsprogramme in Einklang zu bringen sind.

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Wertvolle Statements, die eine rege und lösungsorientierte Diskussion, die von ARGE-Geschäftsführerin Theres Friewald-Hofbauer moderiert wurde, in Gang brachten, gaben Angela Kunz, Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie des Freistaates Sachsen, Bernhard Haas, Leiter der Niederösterreichischen Landesgeschäftsstelle für Dorferneuerung, und der Opelner Woiwode Ryszard Wilczynski ab. So unterschiedlich die beruflichen, geographischen und persönlichen Zugänge der einzelnen DiskutantInnen waren, so kontroversiell man sich dem Thema annäherte, so einig war man sich dann doch in der generellen Erkenntnis, dass eine erfolgreiche Entwicklung der ländlichen Räume beides brauche: eigenständig agierende Dorfgemeinschaften und regionale Vernetzung unter einer generellen Leitidee.

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Nur in den kleinen Einheiten, in Dörfern und Gemeinden also, könne dem Bottom-up-Prinzip voll und ganz Rechnung getragen werden, gelingt es in besonderem Maß, die BürgerInnen in Planungs-, Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse einzubinden und damit Identifikation und Bleibebereitschaft zu steigern. Allerdings erreichen viele Aufgabenstellungen Dimensionen, die nur in interkommunalen Verbänden bewältigt werden können und bedürfen lokale Initiativen einer Einbindung in regionale Konzepte, um Widersprüchlichkeiten zu vermeiden, Synergieeffekte zu erzielen und um Regionen als "Marke" zu entwickeln. Hier den "goldenen Mittelweg" zu finden, wird viel Sensibilität, Flexibilität und Engagement von allen Seiten und allen Beteiligten erfordern.

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Projektpräsentationen von Bürgermeisterinnen tschechischer und polnischer Gemeinden sowie zwei Workshops über "Stadt-Land-Verflechtungen" bzw. die besonderen Herausforderungen für Landgemeinden in der informationsgesellschaft rundeten das Programm ab und boten reichlich Gelegenheit zu Diskussion und Erfahrungsaustausch. Komplettiert wurde das Seminar durch drei interessante Exkursionen und Besichtigungen in Tschechien und Polen, die Einblick in das Entwicklungsgeschehen in der Gastgeberregion gewährten.


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