07.10.2009

Internationale Ökoenergie-Konferenz

Energiewende now!

Sand in Taufers, eine Südtiroler Gemeinde, die 365 Tage im Jahr im Zeichen der erneuerbaren Energien steht, war Ende Oktober Austragungsort einer Internationalen Ökoenergie-Konferenz, die politische, wirtschaftliche und technologische Aspekte einer dringend notwendige Energiewende weg von fossil hin zu regenerativ thematisierte und diskutierte. Neben vielen anderen wohnten der Veranstaltung auch die Landesräte Michl Laimer und Hans Berger, der renommierte Zukunftsforscher Franz Josef Radermacher und der Präsident des europäischen Biomasseverbandes, Heinz Kopetz, bei.

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Dr. Heinz Kopetz, Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes

„Während man andernorts über eine saubere, sichere Energieversorgung der Zukunft bloß spricht, wird sie in der Gemeinde Sand in Taufers, Siegerin im Wettbewerb um den Europäischen Dorferneuerungspreis 2008, und zahlreichen anderen Südtiroler Gemeinden längst in die Praxis umgesetzt“, erklärte der Geschäftsführer des Österreichischen Biomasse-Verbandes, Ernst Scheiber. Davon konnten sich die rund 250 TeilnehmerInnen im Zuge von höchst interessanten Fachexkursionen, die den Auftakt der Konferenz bildeten, überzeugen.

Ein zentrales Thema der Konferenz war die EU-Richtlinie für erneuerbare Energien und ihre Auswirkungen auf Österreich, Italien und ganz Europa. Das Energie- und Klimapaket der Europäischen Union – immerhin soll 2020 ein Fünftel der Endenergie aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden – zeigt, dass die EU-Spitzen die Bedeutung einer Weichenstellung für die zukünftige europäische Energieversorgung erkannt haben.

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Der Landeshauptmann-Stellvertreter von Südtirol Landesrat Hans Berger, Landesrat Dr. Michl Laimer, Direktor DI Charles Konnen und Bürgermeister Helmuth Innerbichler

Eine Schlüsselfunktion bei der Umsetzung der Ziele spielen zweifelsohne die ländlichen Regionen. Neben dem Veranstaltungsort selbst wurden daher mit Güssing im österreichischen Burgenland sowie Beckerich in Luxemburg und Ascha in Bayern noch andere „Energie-Pionier-Gemeinden“ von ihren Bürgermeistern vorgestellt. „Dass unter den vier präsentierten europäischen Alternativenergie-Top-Gemeinden gleich drei ausgezeichnete Teilnehmer des Europäischen Dorferneuerungswettbewerbs sind, freut mich und beweist, welch hohen Stellenwert dem Themenbereich Ökologie und Ressourcenschonung in der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung beigemessen wird“, betonte der stellvertretende Vorsitzende der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, Charles Konnen, bei seinem Eröffnungsstatement.

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Direktor DI Charles Konnen

Schließlich wurden noch ausgewählte Bereiche der regenerativen Energiegewinnung beleuchtet und die jüngsten technologischen Machbarkeiten vorgestellt.

Die Internationale Ökoenergie-Konferenz war eine Kooperationsveranstaltung des Österreichischen Biomasse-Verbandes, der Marktgemeinde Sand in Taufers, der Landesregierung von Südtirol, des Südtiroler Biomasse-Verbandes, des Südtiroler Gemeindeverbandes und der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung. Sie wurde unterstützt durch die Europäische Union, Generaldirektion Bildung und Kultur, Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“.

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